|
|
|
 |
|
 |
|
|
|
„Weder Pferd noch Fleisch Skulptur und Architektur in einem“
|
|
|
|
Kunst im öffentlichen Raum
|
|
|
 |
|
|
|
 |
|
|
|
 |
|
|
|
„Die Überlagerung von bildhauerischen Strukturen und Hightech-Verarbeitungsspuren, die Kombination historischer Architekturfragmente und traditioneller Werkstoffe mit modernen Materialien und entsprechenden Formen, der Einsatz Maschinenbautechnischer Antriebselemente und die Installation von Glasfaserlichtimpulsen erzeugen eine zeitgemäße, brillante Ästhetik“ |
|
„Das Kunstwerk von Professor J.Goertz passt sich hervorragend in die Verkehrssituation der Deutschen Hauptstadt ein. Mit ihrer Beweglichkeit und ihren hochwertigen Materialien schlägt die Skulptur eine Brücke von den Anfängen der Mobilität zum neuen Berliner Hauptbahnhof, dem modernsten Verkehrsknoten in Europa und damit dem idealen Platz für dieses Kunstwerk.“ Zitat Hartmut Mehdorn .
|
|
|
|
Kommentar zu „Rolling horse“ (Jürgen Goertz)
Rolling horse, betitelt die Großplastik einer Pferdegestalt, die kreisförmig sich krümmend, einem Radsegment zuordnet. In dessen Achsenbereich befinden sich zu beiden Seiten zwei vertikal sich drehende Radnaben, profiliert als vereinfachte Waggonräder.
Im Schulterbereich lagert ein horizontal sich drehendes, zu vier Seiten abgeflachtes Ei mit vier stilisierten, sich rotierenden Gesichtsmasken allegorisch definierend, den ewigen Zeitfluß von spring-summer-autumn-winter.
Die Pferdeskulptur, samt Radfragment und Bremsklotz, verharrt auf einem zu zwei Seiten abgeflachten Sockel mit Hohlraum und vier großen Bullaugen, durch die man architektonische Versatzstücke des alten Lehrter Bahnhofs, wie Reliquien aufbewahrt, gelb erleuchtet, überhöht entdecken kann. In der Breite der Basis verlaufen in der Verlängerung der Skulptur zwei 30 m lange Edelstahlschienen, als Teil der Skulptur im Boden eingelassen, akzentuiert durch blaue Bodeneinbaustrahler und rote Schlusslichter.
Ein vielschichtige geschichtliches, symbolträchtiges Skulpturenensemble fungiert als ein beziehungsreiches Erinnerungsmal.
Es wird von stiller Introvertiertheit und aggressiver Geste geprägt. Rolling horse hat eine lange Wegstrecke bereits hinter sich und sucht auf der horizontalen Ebene, Raum und Zeit zu gewinnen. Bei aller geometrisch orientierten, konstruierten Komposition der Tiergestalt, hat das Kunstwesen Pferd ein Höchstmaß an Lebendigkeit.
Eine Mischung aus schicksalhafter Tragik und ungebrochener Vitalität bestimmt die Dramaturgie der tierischen Kunstgestalt, die Stabilität und Mobilität zeichenhaft in sich vereint.
Von innen aufleuchtende rote Glasfaserpunkte durchströmen den metallenen Edelstahlkörper und lassen farbig eingesetzte Kunstoffaugen pulsieren. Plastische Monumentalität erscheint somit leiblich sensibel, verletzbar, verliert jede Art von absoluter autoritärer Präsenz. Im Kontext zur umgebenden Architekturlandschaft, vermitteln die Proportionen der Großplastik zwischen Mensch und Bauwerk. Die bildhauerische Sprache zwischen Figuration und Abstraktion ermöglicht globale Verständigung und lässt jede Art der Interpretation offen. |
|
|
|
 |
|
|
|
 |
|
„Widersprüche auflösen „ Individuelle Handschrift und anonyme Maschinenleistung schaffen die Synthese einer undogmatischen, humanen Kunstsprache, um global verstanden zu werden. Nur so bleibt jede Art der Interpretation des Werkes dem jeweiligen Betrachter offen.“
|
|
|
|
|
 |
|
|
Plastische Monumentalität, solide und verletzbar zugleich. Die Skulptur ist ein vielschichtiges, symbolträchtiges Kunstensemble, das sowohl ortsbezogenes Erinnerungsdenkmal dient als auch ein zeitrelevantes Zeichen im öffentlichen Raum des neuen Berliner Hauptbahnhofes ist.
|
 |
|
| „Mit meiner Kunst fordere ich eine pluralistische Gesellschaft zum gedanklichen Widerspruch heraus.“ |
|
Kunst verstanden als Rest von Religion: die Suche nach Wahrheit und Wahrheit in der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Realität wiederzufinden.
|
|
|
|
 |
|
 |
|
 |
 |
|
|
|
 |
 |
|
 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|